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Cogito ergo fav

Auf der Suche nach einer passenden Überschrift kam mir dieses „Ich denke, also bin ich“ – Zitat in den Kopf. Einige meiner Freunde mit Latein-Erfahrung werden hier nun die digitale Keule schwingen  – But hey, hier geht es gerade nicht um grimmige Grammatik, sondern um Twitter und seine „Like“-Funktion, das faven.Ich habe vor einiger Zeit alle Favs meines mittlerweile sechs Jahren alten Twitteraccounts @senadpalic gelöscht. Einerseits aus einem Restart-Gedanken heraus, andererseits mit einem kleinen Wunsch eines praktischen Bookmarkings netter Sachen. Weniger also das Bestätigungs-faven, sondern eher das „Oh, cool – Muss ich mir merken“-Favorisieren.

Kompliziert, wa?

Fav_Twitter

 

Dann kam mir eine weitere Idee.

Einfach mal einen Monat keinen einziges Mal auf den Fav-Button klicken. Nichts faven, nichts bestätigen. Kein „Du bist geil“-Fav, keine Bestätigung für eine These, keine „Genauso denke ich auch“-likes… Nix.

Und was kann ich dazu sagen?

Es fiel mir wirklich schwer. Hätte ich so selber nicht gedacht. In den ersten Tagen habe ich sicherlich so ein paar Ghost-Favs verfasst. Also klicken – Mist – wieder klicken – Aktionen. Vielleicht ist es sogar jemanden aufgefallen. Vermutlich aber nicht. Je länger ich aber diese Art von Abstinenz lebte, desto leichter fiel es mir, nicht mehr zu klicken. Interessant, welche Gedanken man sich dann macht. Ein digitaler Selbstfindungstrip auf der allerkleinsten Ebene.

Aber: Mir ist aufgefallen, dass ich dafür öfter auf den Retweet-Button gekommen bin. Mittlerweile macht mir das sogar etwas mehr Spaß und komischerweise klingelt es dafür in der Follower-Kasse.

Das hier ist alles weniger wissenschaftlich, sondern eher mein eigenes Empfinden.

Ehrlich gesagt bin ich nun aber froh, dass ich mir das selbsterlegte Verbot nun wieder abnehme. Mal schauen, inwiefern ich nun Ninja-like Sterne werfen werde.

Und nun schreibe ich sogar ein paar Sätze darüber – Da könnt Ihr sehen, wie langweilig mein Leben eigentlich ist. 😉

Über Senad

Kreatives Zellkollektiv. 1980 geboren. Digital native. Fan von Social Media, Fotografie, Comics, Retro Games und Lego. Aus dem Westerwald nach Berlin nach Friedrichsdorf.

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