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Xiaomi Mi Band

Ich bin ein Dauergast von diesen China-Gadget-Seiten wie dx.com, tinydeal.com oder focalprice.com. Dort finde ich immer irgend einen Krimskrams, selbst wenn ich ihn gar nicht brauche. Von WTF bis „Oh, wie geil!“ gibt es da alles.

Silicon-Frosch-Fingerlinge zum schwimmen, Drohnen, Kabel, USB-Lampen oder halt auch das Mi Band von Xiaomi.

Xiaowas?

Xiaomi ist ein Elektronik/Handy-Hersteller aus China, welcher nun durch immer bessere Handy auch in Europa wahr genommen wird. Die Geräte sind echt hübsch und zumindest auf dem Datenblatt auch sexy. Persönlich hätte ich sehr gerne das aktuelle Mi4, welches eine Mischung aus den bunten iPhone 5c und den Nokia Lumia-Geräten ist. Nur halt mit Android.

Daneben haben Sie, klar, auch ein Tablet im Programm, sowie viele kleine USB-Gadgets. Wie z.B. einen USB-Stick inkl. Wifi-Router. Wofür man das so genau gebrauchen kann, weiss ich nicht. Aber für den Preis von 10 EUR will ich das haben. 😉

Nun zum eigentlichen Thema – Das Mi Band.

Das Mi Band ist das einzige Gerät von Xiaomi, welches ich besitze. Liegt daran, dass sie noch nicht auf dem europäischen Markt vertreten sind. Daher musste ich das Band über eine der China-Seiten bestellen.

Aufmerksam auf das Ding wurde ich durch einen Blogeintrag bei <Mist,vergessenwo – trage ich nach. Irgendwann>.

Das Mi Band ist ein Fitness- und Schlaftracker. Mehrere Sensoren messen die Bewegungen und rechnen diese in Schritte um. Also ein Pedometer. Dieses Teil wird dann per Bluetooth mit dem Handy verbunden – bei mir mit dem Sony Z3.

Die Software lädt man sich entweder im Playstore (englisch) herunter oder klickt sich bei Decuro eine angepasste deutsche Version herunter.

Nun kommt der einzige Haken.

Für die App braucht man einen Mi-Account. Also registriert man sich auf irgendeinem chinesischen Server. Paranoide Anonymous-Megahacker werden nun hier abbrechen.

Ich für meinen Teil wäge Vor- Nachteile ab. Ich bin nur ein nerdy Honk mit langweiligen Browserverläufen und halbprivaten Mails. Habe wenig zu verstecken. Meine eigentlichen Geheimnisse existieren halt nicht in digitaler Form – woohoo!

Daher war das für mich kein Hindernis. (Trotzdem heiße ich das Datensammeln nicht gut 😉 )

Genug gefaselt – Bewegung!

Nachdem also die Software installiert und der Account eingerichtet ist, pairt man das Band mit dem Handy. Dann geht es schon los.

Wer bist du – Wie alt bist du – Wie schwer bist du – Links/Rechtsträger – Wieviel möchtest du wiegen.

Die ersten Tage war es spannend. Schaffe ich mein eigenes Ziel von 8000 Schritten pro Tag?

Ehrliche Antwort – Nein!

Ich musste mich schon zwingen. Gegen Abend blinkt das Band und erinnert mich daran, dass ich ein Looser bin.

Nach einer Woche ging das schon besser – Eine Art Automatismus kam herein. Ich bewegte mich mehr. Treppe hoch, Treppe runter. Zum Supermarkt zu Fuss oder einfach mal so spazieren gehen.

Das Band, welches ich an der linken Hand trage, bemerkte ich kaum noch. Ab und an stört das etwas steife Band etwas, aber solange man nicht mit dem recht hochwertigen Band bzw. dem zu-mach-Stöpsel am Tisch kratzt, ist alles in Ordnung.

Die ersten Schlafergebnisse kamen und erst hier merkte ich, wie cool das doch ist. Denn das Mi Band trackt nicht nur den Schlaf – Nope, du kannst das Teil auch als Wecker benutzen.

Es weckt dich dann ca. 30 Minuten vor/nach deinem eingestellten Wecktermin. Und zwar dann, wenn du nicht im Tiefschlaf bist. Bei mir funktioniert das prächtig. Mein Handy hält die Fresse und Madam Mi vibriert mich sachte aus den Träumen – Super!

Je länger ich das Band nun trage, desto weniger nutze ich die Fitness Tracking Möglichkeiten wie GPS (Runtastic – Ähnlich) oder Seilspringen.

Ich trage das Ding nun nur noch wegen den Benachrichtigungen.

Facebook, Twitter, Email, SMS und Co.

Mein Handy ist immer stumm. Kein Ton, keine Vibration. Ich hasse es, wenn mein Handy laut ist und Menschen mich anstarren, warum das kleine braune Ding da so stöhnt. Nein, es liegt nicht am Klingelton. Aber so extrovertiert ich bin, so sehr möchte ich, dass niemand sieht, wenn bei mir was bimmelt.

Daher ist diese kleine Hand (Fuß)- Fessel so ziemlich das coolste Gadget, was ich mir in letzter Zeit angelacht habe. Denn so bin ich nicht mehr darauf angewiesen, alle paar Sekunden über das Display zu wischen. Das Handy liegt also irgendwo auf dem Schreibtisch und ich kann mich frei bewegen. Für mich eine Art erster Schritt von „Handy-Entwöhnung“. Und es klappt recht gut.

Es vibriert und leuchtet für zwei Sekunden grün – Whatsapp-Nachricht

Es vibriert und leuchtet für zwei Sekunden hellblau – Twitter

Es vibriert durchgängig und leuchtet gelb – Telefonanruf

Die Farben, sowie die Länge der Vibrationen sind frei einstellbar. Daher kann man für jede App eine andere Möglichkeit wählen, sich benachrichtigen zu lassen.

Zusätzlich kann man ab Android 5.0 das Handy mit dem Band entsperren/sperren lassen. Befindest du dich in direkter Nähe zum Handy – ist es frei und offen. Bist du ein paar Meter entfernt, sperrt es sich und der Finder muss ein Passwort/Muster eingeben. Nice, aber diese Funktion habe ich ausgeschaltet.

Für mich ist also das Mi Band in erster Linie eher ein Benachrichtigungsbändchen als ein Fitness Tracker. Obwohl es diese Funktion auch sehr gut ausfüllt. Ein Spaziergang mit dem Mi Band, sowie paralleler Runtastic App zeigte mir, dass es bei rund 10km Strecke gerade mal eine Differenz von ca. 600m gab. Schritte vs. Satellit. Schon cool.

Fazit:

Für ca. 15 EUR ist das Teil wirklich sehr empfehlenswert und eine Art Einstiegsdroge für Wearables. Falls du ohnehin mit dem Gedanken eines Trackers gespielt hast – Schau dir das Teil an. Abgesehen davon kann man nun „Leder“-Bänder kaufen. Die sind etwas angenehmer zu tragen.

Xiaomi_Mi_Band_MiFit

Über Senad

Kreatives Zellkollektiv. 1980 geboren. Digital native. Fan von Social Media, Fotografie, Comics, Retro Games und Lego. Aus dem Westerwald nach Berlin nach Friedrichsdorf.

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