Berlin
oder „Warum Amerika wirklich entdeckt wurde“.
Ich sitze gerade im ICE 277 Richtung Frankfurt und versuche mit Hilfe von entspannender Musik Marke „Knüppel auf den Sack“ meinen Besuch in Berlin Revue passieren zu lassen.
Besuch? Ja, denn als zu Hause habe ich diese Stadt, in die anscheinend jeder will, aber keiner bleiben möchte, nie empfunden.
Ein kleines 17qm grosses Zimmer in einer alternativen WG kann man nicht unbedingt als zu Hause bezeichnen. Es war eher eine Art Garage, in dem man seinen Körper vor dem Regen, dem Schnee (den es in Berlin kurz gab) und randalierenden Jugendlichen schützen konnte.
Sechs Monate war ich in einem Stadteil, den alle „Bäh, Wedding“ bezeichnen. Warum eigentlich? Ich fühlte mich nicht unwohl dort. Dönerbude, Kaufland, U-Bahnstation direkt an der Ecke und auch ein Späti (Westerwälder kennen das unter „24 Stunden Tanke“, allerdings ohne Zapfsäulen). Ausserdem mochte ich die Menschen, mit denen ich zusammengelebt habe sehr gern.
Zu viele Hobbys – zu wenig Zeit
Kurz vor dem Sprung in die Bubumaschine kam mir der Gedanke, dass mein Tag doch irgendwie viel zu schnell rum geht. Morgens um 6:49 Uhr aus dem Bett, um 7:32 Uhr das Haus verlassen. Dann ca. 40 Minuten (je nach Verkehrslage und Wohlbefinden meines Opel Discorsa mit LPG) zur Arbeitsstelle fahren. Dort ca. 8-9 Stunden verbringen (mal mehr, mal weniger stressig) und dann wieder 40-50 Minuten gen Heimat düsen.
Fakt ist, dass ich dann gegen 18 Uhr daheim ankomme und erst dann anfange, Dinge aus dem Privatleben zu “erledigen”.
Aus den Augen, aus dem Sinn…
Ich glaube, bei mir trifft das mehr zu, als bei dem Rest der Menschheit. Mein Gedächtnis lässt es irgendwie nicht zu, dass ich mich an meinen Gesprächspartner von gestern erinnern kann. Ausser natürlich, es ist jemand, den ich ein paar Mal in derselben Woche gesehen habe. Wie meine Eltern, zum Beispiel
Hallo Welt!
Wahrscheinlich werde ich meine Nr.1 in 5 Jahren wieder lesen und mich fragen, “…tjo, was sollte der Mist?!”.
Aber Hallo erstmal,
die ersten Zeilen (m)eines Blogs erinnern mich an meinen ersten HTML-Kurs, damals in der Hauptschule. Da passt dieses “Hallo Welt!” wunderbar rein. Aber was soll man denn sonst als Füller für den ersten Eintrag nehmen?





























